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WHO REMPAN Netzwerk

Hintergrund



Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 in der jetzigen Ukraine wurde mit zwei internationalen Abkommen unter Federführung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und unter Einbeziehung weiterer Organisationen ein System zur internationalen Bewältigung nuklearer und radiologischer Notfälle geschaffen.

Das "Abkommen über die frühzeitige Benachrichtigung bei nuklearen Unfällen" (Convention on Early Notification of a Nuclear Accident) und das "Abkommen über Hilfeleistung bei nuklearen Unfällen oder radiologischen Notfällen" (Convention on Assistance in the Case of a Nuclear Accident or Radiological Emergency) sollen bei einem nuklearen oder radiologischen Notfall eine möglichst rasche Benachrichtigung der IAEA durch die Vertragsstaaten gewährleisten. Durch die frühe und anschließend fortlaufende Information über die weitere Unfallentwicklung sollen grenzüberschreitende radiologische Auswirkungen verhindert oder minimiert werden. Zudem wird der rechtliche Rahmen geschaffen, der die umgehende Hilfeleistung erleichtert.

Im Jahr 1987 trat die WHO den beiden Abkommen bei und gründete das REMPAN Netzwerk, um den Verpflichtungen beider Verträge nachzukommen.